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Lymphödem und Ernährung

Bis heute gibt es keine spezielle Diät, die ein Lymphödem nachweislich günstig beeinflussen könnte. Obwohl sich beim Lymphödem Eiweisse (Proteine) im Gewebe ablagern, sollten Sie keine Proteinverzichts-Diät machen. Ein Verzicht auf Eiweisse wirkt sich nicht positiv auf das Lymphödem aus. Bluteiweisse (Plasmaproteine), die beim Lymphödem eine Rolle spielen, werden in der Leber hergestellt – unbeeinflusst von den Eiweissen, die wir über die Nahrung aufnehmen. Eine Ernährung mit zu geringem Proteinanteil ist für den Stoffwechsel ungünstig und daher zu vermeiden.

Lymphödem und Ernährung - was können Sie tun

Wer an einem Lymphödem leidet, sollte Übergewicht vermeiden, da es sich negativ auf das Ödem auswirkt. Achten Sie daher auf ausreichend Bewegung, tanken Sie viel frische Luft und essen Sie möglichst abwechslungsreich mit genügend Ballaststoffen, Mineralstoffen und Vitaminen: viel frisches Obst, Salate und Gemüse! Kohlenhydrate wie Kartoffeln, Reis und Teigwaren sowie Proteine aus Fleisch und Fisch sollen in gemässigten Mengen genossen werden. Nehmen Sie auch tierische und pflanzliche Fette zu sich, jedoch in kleinen Mengen. Wer seinem Körper alle verschiedenen Nahrungsbestandteile in adäquaten Mengen zuführt, trägt zu einem ausgeglichenen und gut funktionierenden Stoffwechsel bei.

Ebenso wichtig ist, dass Sie genügend trinken. Wer viel Flüssigkeit zu sich nimmt, speichert nicht automatisch mehr Wasser im Körper – im Gegenteil. Eine ausreichende Trinkmenge von 2 – 3 Liter pro Tag führt zu einer stärkeren Durchblutung der Niere. Dies wiederum regt die Niere an, mehr Flüssigkeit via Urin auszuscheiden. So wird das Organ richtiggehend „durchspült“ und hält es gesund. Bevorzugen Sie dabei natürliche und ungesüsste Getränke wie Wasser und Tee, auch Kaffee ohne Zucker schadet in mässigen Mengen nicht. Gönnen Sie sich hin und wieder auch ein Glas Wein oder Bier. Alkohol wirkt sich zwar ungünstig auf den Stoffwechsel aus, solange es jedoch nur kleine Mengen sind, sollten keine negativen Effekte auf das Lymphödem entstehen.

Würzen Sie mit Kräutern statt Salz! Natrium, das in Kochsalz, anderen Salzen und diversen Gewürzen enthalten ist, verteilt sich in den Gefässen und im Gewebe und bindet dort Wasser an sich. Daher gilt: Wer zu viel Salz zu sich nimmt, speichert unnötige Körperflüssigkeit. Dies kann den Blutdruck erhöhen und gegebenenfalls auch das Ödem verstärken. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt maximal 5g Salz pro Tag. Dies entspricht circa einem Teelöffel. Fertiggerichte, Fertigsaucen, Fastfood, aber auch Käse oder konsumfertige Fleisch- und Wurstwaren enthalten teilweise hohe Mengen an Salz. Daher sollten sie vermieden und möglichst frische Lebensmittel in ihrer natürlichen Form verwendet werden. Zur Intensivierung des Geschmacks tragen sowohl frische wie auch getrocknete Kräuter bei.